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5 Gründe, sich „Die Eiskönigin II“ anzuschauen.

Der erste und der wichtigste Grund: Man muss sich nicht unbedingt mit dem ersten Teil „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ bekannt machen, um sich in die Fortsetzung einfühlen zu können!

Die neue Geschichte von Disney ist mit dem ersten Film teilweise verbunden, aber nicht so kritisch, dass der unvorbereitete Zuschauer keinen Überblick bekommen kann, falls er plötzlich zur Vorstellung kommt. Die Handlung dreht sich um zwei Schwestern, Elsa und Anna. Die ältere steht an der Spitze des Königreichs Arendelle und besitzt einzigartige Fähigkeiten (sie kann alles auf der Welt einfrieren!). Was die jüngere betrifft, ist diese in den Rentierzüchter Kristoff verliebt und von dem Gedanken glücklich, dass das Königreich mit der neuen Politik der Schwester endlich nicht mehr so geschlossen ist. Diese Informationen sind ausreichend, um eigenlich alles über die Schwestern zu wissen.

Ihre Abenteuer beginnen in dem Moment, wenn Elsa anfängt, die Stimme ihrer längst verstorbenen Mutter zu hören. Die Stimme hat sie nur in ihrem Kopf, aber die Probleme beginnen merkwürdigerweise in ganz Arendelle. Der Wunsch, das Königreich zu retten, zwingt die Schwestern dazu, dem gehimnisvollen Ruf des verzauberten Waldes zu folgen. 


Der zweite Grund: Die Konzentration des Schönen auf einem Quadratmeter des Films versetzt in Erstaunen


Die Eiskönigin II“ ist zuallererst ein ästhetischer Genuss von der Verflechtung der warmen und kalten Töne, die unähnliche Schwestern und ihre Beziehung der Welt gegenüber symbolisieren. Es sind die immer „warme“ Anna gegen die „kalte“ und verschlossene Elsa. 

Wenn die Handlung an sich einfach und offensichtlich scheint, ist das Bild in diesem Film mit Sicherheit in Ordnung! Das betrifft auch jene „Mimimi“-Figuren, die in jedem sich selbst respektierenden Zeichentrickfilm auftauchen. Winzige glotzäugige feuerspeiende Salamander; ein Rudel von Hirschen, die mit ihren bodenlosen braunen Augen direkt ins Herz schauen; herrliche körperlose Pferde, die sich auf dem Wasser bewegen – hier werden sogar „Phantastische Tierwesen“ von J. K. Rowling neidisch!


Der dritte Grund: Die beste Figur der beiden Filme ist der Schneemann Olaf


Der von Elsa erschaffene nicht schmelzende Schneemann, der Wunsch von welchem in dem ersten Teil auf das banale „Ich will den Sommer sehen“ hinauslief, ist mit Sicherheit die beste Figur des Zeichentrickfilms. Genau er besetzt die Position des Zuschauers und verkörpert diesen teilweise, indem er logische Fragen in einer bei weitem nicht immer logischen fiktiven Welt stellt. 

Aber auch alle Hauptwitze aus dem Zeichentrickfilm „Die Eiskönigin II“ kommen genau von Olaf. Während die anderen Figuren nach Naturgeistern suchen, die einen Heidenlärm in dem Königreich und in dessen Umgebung gemacht haben, stellt der Schneemann ernsthafte existenzielle Fragen, die den den festgelegten Weltnormen zuwiderlaufen. Zu alledem erzählt Olaf über die Ereignisse des ersten Teil in Farben, um die neuen Figuren (eigentlich die unvorbereiteten Zuschauer) in die Handlung einzuführen, und das ist übrigens eine der wichtigsten Szenen in dem Film. 


Der vierte Grund: Eine wichtige und seriöse Moral!


„Die Eiskönigin II“ geht auf die Idee zurück, die von den Fans noch in dem ersten Film mitbekommen wurde: Männer sind Männer, aber die Familie ist ein Heiligtum. In dem Film werden die männlichen Figuren schonungslos in den Hintergrund gerückt. Kristoff nährt zum Beispiel seinen Traum, Anna einen Heiratsantrag zu machen, findet aber keinen günstigen Augenblick dafür. Daraus entsteht ein Drama, das von einem Schmachtfetzen in seiner Aufführung bekräftigt wird, dass eher an die Hits von Boybands aus den Nuller Jahren erinnert.    

Während der Rentierzüchter seine Seele in dem Lied wegen der erfundenen Probleme zerbricht, begeben sich die starken selbständigen Schwestern den ernsthaften Gefahren entgegen und „vergessen“ ihn glücklich zu Hause. Die Verhältnisse der Mädchen demonstrieren, dass es besser ist, zusammenzuhalten, als in ihre Angelegenheiten Männer zu verwickeln. Und erst recht, wenn der Verursacher des Unglücks (unerwartet!) der Vertreter des starken Geschlechts ist. Obwohl es im Zusammenhang des Trickfilms nicht so einfach ist, über die Macht der Geschlechter zu urteilen.  


Der fünfte Grund: Das stürmische Aufblühen des Feminismus, das den Nerv der Zeit trifft

 

Die weiblichen Figuren in dem Zeichentrickfilm „Die Eiskönigin II“ sind nicht nur stark, sondern auch politisch klug. Das Königreich und seine Bewohner den Angriffen nur deswegen auszusetzen, weil die Naturgeister so gesagt haben, ist ohne Zweifel die Taktik eines „einsichtsvollen“ Herrschers. Impulsive und emotionale Entscheidungen, die ohne besonders viel Mühe getroffen werden, sind natürlich immer richtig, obwohl man beim genauen Anschauen versteht, dass die Schwestern unheimlich viel Glück haben! Das beschädigt den Eindruck über die „Starken und Selbständigen“ und zweifelt die Gestalten an, die von den Autoren des Zeichentrickfilms so sorgfältig erschaffen wurden.  

Die feministische Stimmung spürt man fast bei jedem Schritt der Protagonistinnen, aber in Wirklichkeit ist diese ganze „Demonstration“ oberflächlich und auffällig gekünstelt. 

In dem Zeichentrickfilm „Die Eiskönigin II“ gibt es viele Songs, dabei allerdings wenig Sinn. Das Bild fasziniert, berauscht und bezaubert. Glückliche Einfalt und Offenherzigkeit – für einige ist es ausreichend, um begeistert zu werden.


Der erfolgreiche Filmverleih 


Der Zeichentrickfilm „Die Eiskönigin II“ startete mit einem absoluten Rekord unter den Animationsfilmen im Kino. Wie die Statistik des Portals Boxoffice Mojo ergibt, sammelte er schon am Premiere-Wochenende über 350 Millionen US-Dollar ein. Das ist bedeutend mehr, als selbst die optimistischsten Prognosen versprochen haben.

Von diesem Betrag kommen 127 Millionen auf Nordamerika. Das war auch die beste Leistung für abendfüllende Zeichentrickfilme für eine Herbstsaison und das drittebeste Ergebnis insgesamt. Ein noch größeres Einspielergebnis hatten nur „Die Unglaublichen 2“ (182 Millionen US-Dollar) und „Findet Dorie“ (135 Millionen US-Dollar). Allerdings kamen die beiden Spitzenreiter im Sommer in die Kinos, was für Animationsfilme viel günstiger ist.  

Der Trickfilm „Die Eiskönigin II“ belegte den ersten Platz auf allen Märkten, wo er herauskam. In China sammelte das Sequel 53 Millionen US-Dollar ein, und das war das beste Ergebnis unter allen Projekten von Walt Disney Animation und Pixar. In Südkorea startete der Trickfilm gar mit dem drittbesten Ergebnis in der Geschichte des nationalen Verleihs, nämlich mit 35 Millionen US-Dollar nach den Ergebnissen vom Premiere-Wochenende.
 

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